Die SP kritisiert das Nein des Grossen Rats zur längeren Elternzeit

Der Grosse Rat Basel-Stadt hat mit nur einer Stimme Unterschied entschieden, die Elternzeit für Mitarbeitende der kantonalen Verwaltung und staatsnaher Betriebe nicht auszubauen. Die SP Basel-Stadt bedauert diesen äusserst knappen Entscheid der bürgerlichen Mehrheit. Eine entsprechende Motion der SP-Grossrätinnen Nicole Amacher und Edibe Gölgeli wird somit nicht umgesetzt.

Die Motion hatte verlangt, dass auch Mitarbeitende der kantonalen Verwaltung und staatsnaher Betriebe von einer erweiterten Elternzeit profitieren können. Hintergrund ist das Basler Standortpaket, mit dem Unternehmen bei der Finanzierung zusätzlicher freiwilliger Elternzeit von bis zu drei Wochen unterstützt werden.

«Gut ist, dass der Kanton private Unternehmen dabei unterstützt, zusätzliche Elternzeit zu finanzieren. Im Sinne der Gleichbehandlung sollte er auch für seine eigenen Mitarbeitenden moderne und familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen», betont SP-Grossrätin Nicole Amacher.

Für die SP ist eine fortschrittliche Familienpolitik ein zentraler Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Ausreichend Zeit für beide Elternteile in den ersten Wochen nach der Geburt kommt nicht nur den Familien zugute, sondern auch der Arbeitswelt und der Gesellschaft.

Edibe Gölgeli kritisiert den Entscheid deshalb deutlich: «Der Grosse Rat hat es verpasst, ein klares Signal für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu setzen.» Die Motionärinnen fordern den Regierungsrat deshalb auf, den seit 2020 hängigen Anzug Gölgeli/Wyss endlich voranzutreiben und konkrete Schritte hin zu einer echten Elternzeit vorzulegen.

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Melanie Nussbaumer

Melanie Nussbaumer

Fraktionspräsidentin Grosser Rat, Co-Präsidentin Sachgruppe Gesundheit und Soziales

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