Der Grosse Rat hat dem Regierungsrat heute den verbindlichen Auftrag erteilt, die Finanzierung von interkulturellen Dolmetschenden in Spitälern sowie im ambulanten hausärztlichen und psychotherapeutischen Bereich sicherzustellen. Grundlage dafür ist eine Motion von SP-Grossrätin Amina Trevisan. Die SP Basel-Stadt begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich.
Gerade im ambulanten Bereich – bei Hausärzt:innen und in der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung – bestehen aufgrund sprachlicher Barrieren weiterhin gravierende Versorgungslücken. Fehlende Verständigung führt zu Fehl- oder Unterversorgung, unnötigem Leid für die Betroffenen und höheren Kosten im Gesundheitswesen.
Der Einsatz professioneller interkultureller Dolmetschender, sei es persönlich, telefonisch oder per Video, ist ein einfaches und wirksames Mittel, um die Kommunikation zwischen Patient:innen und medizinischem Fachpersonal sicherzustellen. SP-Grossrätin Amina Trevisan freut sich über den Entscheid des Grossen Rats, denn «Dolmetschende sind für die gesundheitliche Chancengleichheit unabdingbar. Der heutige Entscheid stärkt die Verständigung in der Gesundheitsversorgung, verbessert die Behandlungsqualität und senkt langfristig die Kosten. Das ist ein Gewinn für die Patient:innen und das Gesundheitssystem insgesamt – moderne technologische Lösungen können diese Verständigung zusätzlich unterstützen.»

