Um die zu erwartenden Zusatzmengen an Containern auf der Nord-Süd-Achse einigermassen umweltfreundlich zu bewältigen, muss der trimodale Container-Terminal Basel-Nord rasch realisiert werden.

Mit dieser neuen Anlage ist für den Verkehr ins Mittelland und den Transit ein effizienter Umschlag vom Wasser auf die Schiene möglich. Die Anlage trägt damit zu einer Verbesserung des Modalsplits zugunsten der Schiene bei, was zu einer Entlastung der A2 führt.

Der von drei im Hafen domizilierten Unternehmen vorgebrachte Vorschlag, auf Basel Nord zu verzichten und dafür eine kürzlich zur nationalen Infrastruktur erhobenen Anlage ins deutsche Weil am Rhein zu verlegen, lässt staunen. Da dieser Hafen frühestens ab 2027 in Betrieb genommen werden könnte, dürften die bis dahin anfallenden Zusatzmengen in den nördlich von Basel gelegenen Rheinhäfen umgeschlagen werden, was zusätzlichen Lastwagenverkehr wahrscheinlich macht. Dazu verfügt der Hafen Weil weder über einen Autobahnanschluss zur A98 noch einen leistungsfähigen Schienenanschluss. Sollten Aussagen stimmen, wonach der Ausbau des Hafens Weil nur vorgeschoben wird, um eine Verlängerung der Baurechte am Westquai durchzusetzen – und damit nota bene jeder Stadtentwicklung für die nächste Generation einen Riegel schieben -, wäre das mehr als nur schlechter Stil.

Die SP Basel-Stadt verurteilt in diesem Zusammenhang insbesondere die Haltung des Gewerbeverbandes Basel-Stadt (der sich bisher zur Hafenentwicklung unseres Wissens nie hat vernehmen lassen), der sich aktiv für den Hafen Weil einsetzt und damit in Kauf nimmt, dass dem hiesigen Gewerbe sowohl für den Bau des Containerterminals wie auch für die für später geplante Stadtentwicklung substantielle Aufträge entgehen werden.

 

Für weitere Auskünfte steht gerne zur Verfügung:

Steffi Luethi-Brüderlin, Fraktionspräsident                   076 437 04 88

Pascal Pfister, Grossrat                                               079 625 14 50

02. Sep 2015