Mit Leidenschaft für Bildung

Medienkonferenz Regierungskandidatur Mustafa Atici,  2. Wahlgang

Redner:innen:

  • Mustafa Atici, Regierungsratskandidat SP Basel-Stadt
  • Lisa Mathys, Präsidentin SP Basel-Stadt
  • Raffaela Hanauer, Co-Präsidentin GRÜNE Basel-Stadt und Grossrätin
  • Jérôme Thiriet, Kandidat 1. Wahlgang und Grossrat GRÜNE SP Basel-Stadt
  • Heidi Mück, Grossrätin BastA!, Mitglied der Bildungs- und Kulturkommission
  • Martin Leschhorn, Vizepräsident SP Basel-Stadt

Alle Voten sind in der Medienmappe anbei nachzulesen. Hier publizieren wir das Votum des Kandidaten. (Es gilt das gesprochene Wort.) 

Mustafa Atici, Regierungskandidat SP Basel-Stadt

24’526 Menschen haben mir im ersten Wahlgang das Vertrauen geschenkt. Das freut mich und dafür bin ich sehr dankbar. Ein super Ergebnis war der erste Schritt, jetzt wollen wir die Ziellinie erreichen. Wir werden auch im 2. Wahlgang wieder um jede Stimme kämpfen und sie uns verdienen. Darum arbeiten wir alle zusammen ebenso intensiv wie in den letzten Wochen.

Im ersten Wahlgang habe ich es gesagt: der Legislaturplan der Regierung passt – die Schwerpunkte der Regierung sind auch meine Ziele – Digitalisierung und Klimaschutz.

Wenn Sie mich im zweiten Wahlgang als Regierungsrat wählen, dann sind die Chancen gross, dass mir das Erziehungsdepartement zufällt. Meine Leidenschaft für Bildungsfragen ist gross. Ich habe eine Vielzahl von Ideen und Zielen. Die Zeit reicht nicht für alles. Heute habe ich ihnen meine Vision in 5 Zielen mitgebracht.

Was bringe ich mit für das ED?
Basel hat keine Rohstoffe, der wichtigste Rohstoff ist die Bildung.
Ich kenne die Realität der Schule, habe selber zwei Kinder, habe alles mit ihnen die ganze Schullaufbahn durchgemacht, bin Ansprechpartner von vielen Eltern, mit den Ausbildner:innen und Lehrpersonen im Gespräch. Oft er halte ich auch Telefone von Leuten, die nicht weiterkommen.

Dazu kommen 4 Jahre nationale Bildungspolitik: Ich arbeitete in der 4 Jahre Arbeit mit der Bildungskommission des Nationalrates, mit Organisationen und Expert:innen von Travail Suisse oder Lehrerverbänden. Die Projekte Chancengleichheit in der Bildung habe ich immer sehr unterstützt. Ich weiss, was in anderen Kantonen läuft, ich habe den Überblick über die nationale Entwicklung.

Sie merken es, ich bin ein leidenschaftlicher Bildungspolitiker. Nun zu meiner Vision:

Mein erstes Ziel: Alle Kinder und ihre Familien werden unterstützt, wenn dies notwendig ist.
Das Wohl unserer Kinder steht für mich an erster Stelle. Darum setzte ich mich immer schon für Frühförderung ein. Unter Frühförderung verstehe ich mehr als Sprachunterricht. Es heisst auch: Talente und Kompetenzen fördern, zum Beispiel im Sport oder in der Musik. Es heisst auch Kinder und Familien unterstützen, wenn es Probleme gibt. Familien nicht allein lassen. Es muss genügend Unterstützungsangebotze geben. Sie erhöhen die Chancen auf einen guten Einstieg ins Leben deutlich.

Mein zweites Ziel: Die Schule fit machen für die veränderten Realitäten der Kinder und der Familien.
In den letzten 5 Jahren hat sich die Welt verändert. Pandemie, Krieg, Klimawandel. Das stresst Kinder und Jugendliche sehr. Es geht ihnen nicht gut. Das zeigt sich überall, auch in der Schule. Ich kenne die Lebensrealität der Kinder mit und ohne Migrationshintergrund, und die Sorgen und Nöte der Eltern. Wir reden alle miteinander und unterstützen uns gegenseitig, seit über 20 Jahren ist das so.

Was ist zu tun?
Die Angebote der Volksschule sollen besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen.
Generell müssen wir sicherstellen, dass der Beruf attraktiv ist und wir genügend Lehrpersonen finden und sie gut ausbilden.
Heute funktioniert die integrative Schule nicht mehr. Es braucht dringend weitere Massnahmen.

Aktuell heisst das zum Beispiel:
Es sind gute Vorschläge da: von der Regierung, dem Initiativkomitee, auch in der Kommission des Grossen Rates. Meine Aufgabe würde sein, diese Vorschläge politisch zu bewerten, und mit den Betroffenen und den Fachleuten zu diskutieren.
Gut finde ich kleine temporäre Förderklassen. Sie sollen das Ziel haben, Kinder wieder in die Regelklassen zurückzubringen. Es braucht auch eine effektive Entlastung in Schulklassen, in denen besonders starke Integrationsleistungen zu erbringen sind (z.B. mit dem Einsatz von Zweierteams)
Diese Ziele erreichen wir aber nur gemeinsam mit den Lehr- und Fachpersonen der Schulen – da setze ich ganz auf Dialog.

Und: keine Schule im Container. Das heisst: Wir müssen bauen. Und zwar so: Schulraum, der auch anders genutzt werden kann, wenn es weniger Kinder gibt.

Mein drittes Ziel: Berufsbildung aufwerten und die Wirtschaft stärken mit gut ausgebildeten jungen Menschen.
Nur knapp 20% der Schülerinnen und Schüler entscheiden sich in Basel nach der Sekunderstufe I direkt für die berufliche Grundbildung.
Nur 85% aller Basler haben mit 25 Jahren einen Lehr- oder Mittelschulabschluss, das ist die tiefste Sek-II Abschlussquote schweizweit.

Ich werde entschlossen dafür eintreten, die Berufsbildung zu stärken und dafür zu sorgen, dass 95% der Jugendlichen ihre Ausbildungen abschliessen können. Bereits im Nationalrat habe ich zu diesen Themen geliefert.
Das ist für die jungen Menschen ebenso wichtig wie für den Wirtschaftsstandort Basel.
Von der Frühförderung bis zur Berufsbildung: Ich will niemanden zurücklassen. Wir von der SP nehmen alle mit.

Damit die Berufsbildung konkret vermittelt werden kann, braucht es eine Zusammenarbeit mit der Volksschule, Eltern, Schüler:innen. Die Lehrkräfte sollten besser unterstützt werden und die Arbeitgeber:innen, ganz besonders die KMU. Je nach der Situation müssen sie den administrativen Hürden abnehmen.

Mein viertes Ziel: Dem Sport eine moderne Infrastruktur zur Verfügung stellen.
In Basel ist es eng – und Bewegung braucht Platz und ist sehr wichtig für die Gesundheit. Damit für Jung und Alt, für Spitzen- und Breitensport Platz zur Verfügung steht, werde ich mich für neue Sporträume einsetzen, drinnen wie draussen. Alle Menschen im Kanton sollen Zugang zu vielfältigen Angeboten für Sport und Spiel haben.

Was alle unbedingt wissen wollen im Moment: Bin ich für das Hallenbad im Kleinbasel. Ich finde das eine gute Idee, gerade für das Kleinbasel. Gleichzeitig würde ich mich sehr engagieren für einen neuen Platz für das Musicaltheater. Die Eventhalle der Messe neben dem Musicaltheater steht oft leer, die frisch renovierte St. Jakobshalle steht oft leer, und neuerdings das Küchlin. Da sollte eine gute Lösung möglich sein. Ich warte nun ab, welche Vorschläge von der Kommission kommen, das ist für mich entscheidend.

Mein fünftes Ziel: Eine produktive Zusammenarbeit auf allen Ebenen fördern.
Gute Lösungen brauchen viele Sichtweisen und eine breite Abstützung. Zusammenarbeit ist das A und O.

Mit dieser Vision, viel Erfahrung aus dem Alltag und aus der Politik in Bundesbern und Basel würde ich gerne ab 2. Mai das Basler Erziehungsdepartement in eine neue Zeit führen.

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