Die SP Basel-Stadt verurteilt die Unterschreitung der Mindestlöhne beim Bau des Roche-Turms. Damit ist das Versprechen von Roche im Jahr 2011, dass Gesamtarbeitsverträge eingehalten würden, gebrochen. Die SP Basel-Stadt erwartet eine umgehende Aufklärung und Entschädigung.

 

Hauptverantwortung bei Roche

Als vor drei Jahren zum ersten Mal Unterschreitungen der GAV-Mindestlöhne im Zusammenhang mit dem Roche-Turm aufgedeckt wurden, hat Roche betont, sie kümmerten sich um die Einhaltung der Verträge. Die SP Basel-Stadt ist deswegen verärgert darüber, dass die Unia Roche nun trotzdem ein Lohndumping vorwerfen muss. Für die SP Basel-Stadt ist klar, dass die Hauptverantwortung für den vermuteten Missstand bei der Roche liegt. Sie ist Auftraggeberin und Bauherrin und hat die Einhaltung der Flankierenden Massnahmen bei Auftragvergaben an Firmen aus dem Ausland zu gewährleisten.

 

SP Basel-Stadt fordert rasche Aufklärung und Bereinigung

Die SP Basel-Stadt verlangt, dass die zuständige Paritätische Kommission umgehend tätig wird und eine Lohnbuchkontrolle durchführen lässt. Sollte sich dabei das mutmassliche Lohndumping bestätigen, erwartet die SP, dass das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Basel-Stadt sämtliche Sanktionen - wie Dienstleistungssperren und Bussen - ausspricht, welche die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit vorsehen.

Darüber hinaus erwartet die SP Basel-Stadt von der Roche, dass sie dafür sorgt, dass den Arbeitnehmenden die ihnen zustehenden Lohndifferenzen unverzüglich, d.h. allenfalls auch vor Abschluss des durch die Paritätische Kommission einzuleitenden Verfahrens, nachbezahlt werden.

02. Jul 2014