Tramnetz ausbauen statt nur umbauen: SP fordert rasche Umsetzung von «Tramnetz 2030»

Die SP Basel-Stadt begrüsst im Grundsatz die vorgeschlagenen Optimierungen im Tramnetz. Sie führen voraussichtlich zu den gewünschtenEntlastungen auf der Achse Aeschenplatz-Barfüsserplatz-Schifflände. Für die SP bleibt aber primäres Ziel der Netzausbau «Tramnetz 2030». Nur so könne der ÖV deutlich an Attraktivität gewinnen, wie die Partei in ihrer Konsultationsantwort feststellt.

Die vorgeschlagenen Linienänderungen ändern aus Sicht der SP nichts an der Notwendigkeit des Tramnetz-Ausbaus. Zudem ist die Rollmaterial-Beschaffung zeitlich zu priorisieren, um mit genügend Kapazitäten einer steigenden Nachfrage gerecht zu werden und für das weitere Wachstum vorbereitet zu sein. «Auch angesichts der beschlossenen Klimaschutz-Ziele muss die Stärkung des ÖV weiter Vorrang haben», erklärt SP-Vizepräsident Thomas Fastermann. Dazu gehöre die rasche Umsetzung der Tram-Projekte Margaretenverbindung, Claragraben, Petersgraben, Klybeck einerseits aber auch eine neue Tramlinie auf dem Cityring («Tram 30»). Dies sei zeitnah in die Planung aufzunehmen.

Einzelne der vorgeschlagenen Linienänderungen stossen aber auf Kritik der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. So soll auf die Kürzung der Linie 17 verzichtet werden. «Im dicht besiedelten Matthäusquartier braucht es auch weiterhin eine Verstärkung, weil das 8er-Tram schon heute oft überfüllt ist», erklärt SP-Grossrat und UVEK-Mitglied Jean-Luc Perret. Auch die Aufgabe der Direktverbindung vom Riehenring in Richtung Claraplatz und Schifflände ist für die SP nicht nachvollziehbar.

 Eine Reduktion der Tramlinien zwischen Barfüsserplatz und Schifflände begrüsst die SP Basel-Stadt grundsätzlich. Sie hat jedoch Bedenken, ob die verbleibenden Linien genügend Kapazität bieten, um das heutige Fahrgastaufkommen aufzunehmen. «Umso wichtiger ist es, die geplanten Tramstrecken im Petersgraben und Claragraben voranzutreiben. Damit lässt sich die Innenstadt entlasten, ohne ihre gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr zu beeinträchtigen», sagt Perret. Fastermann ergänzt: «Das Kriterium, welche Linie gestrichen wird und welche nicht, müssen die Fahrgast-Zahlen sein.»

Für die FCB-Fans hat die SP zudem einen Vorschlag: An Heimspieltagen und bei Grossveranstaltungen soll es Verstärker-Fahrten mit einem «Joggeli-Shuttle» zum St. Jakob geben. Diese sollen als Linie 14 bezeichnet werden. So würde die Liniennummer auch in Zukunft erhalten und bekäme einen noch exklusiveren Fussballbezug.

Hier finden Sie unsere detaillierte Vernehmlassungsantwort.

Ansrpechspartner:innen zu diesem Thema

Ivo Balmer

Ivo Balmer

Grossrat, Präsident Sachgruppe Stadtentwicklung, Verkehr und Energie

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