SP fordert Massnahmen nach Legionellen-Ausbruch im Kleinbasel

Ein Legionellen-Ausbruch im Kleinbasel hat einen Menschen das Leben gekostet und 25 Personen erkranken lassen. Das Gesundheitsdepartement informierte heute darüber. Ursache waren Kühlanlagen (sogenannte Nasskühltürme), die von Legionella pneumophila-Bakterien befallen waren. Die SP Basel-Stadt fordert eine Meldepflicht für Nasskühltürme, verstärkte Präventionsmassnahmen sowie eine umfassende Sensibilisierungsarbeit gegenüber der Bevölkerung.

Wie ist das in Zukunft verhinderbar?

Ein Todesfall und mehrere schwere Erkrankungen sind für die betroffenen Personen und ihre Angehörigen tragisch. Michela Seggiani, Grossrätin der SP BS, hat deshalb bereits heute eine Interpellation mit kritischen Fragen zu den aktuellen Vorfällen eingereicht. «Mir ist bewusst, dass die Behörden rasch reagiert, die wahrscheinlichste Quelle eliminiert und die Öffentlichkeit transparent informiert haben. Gleichzeitig werfen der Ausbruch und insbesondere der hohe Anteil auffälliger Proben Fragen zur Wartung solcher Anlagen und zur Prävention auf», äussert sich die Interpellantin zum Vorfall.

Massnahmen sind auf verschiedenen Ebenen nötig

SP-Grossrat Martin Leschhorn Strebel fordert in einer Motion eine Meldepflicht für Nasskühltürme und ähnliche Anlagen, um diese rasch als potenzielle Infektionsquellen identifizieren zu können. «Der Regierungsrat muss jetzt handeln und die notwendigen Massnahmen rasch umsetzen, damit sich ein solcher Ausbruch nicht wiederholt», so der Motionär.

Bereits im April 2026 hat das Gesundheitsdepartement auf eine Interpellation von Christine Keller, Grossrätin der SP BS, über alarmierende Legionellen-Befunde in öffentlichen Duschanlagen und Alters– und Pflegeheimen beschönigend reagiert. Der aktuelle Ausbruch zeigt, dass die Einschätzung des Departements zu optimistisch war. Für Christine Keller ist klar: «Es braucht strengere und regelmässige Legionellen-Kontrollen, insbesondere in Alters- und Pflegeheimen sowie in kantonseigenen Liegenschaften.» Zudem soll der Kanton die Bevölkerung mit einer breiten Informationskampagne besser über Schutzmassnahmen aufklären. Sie wird im Verlaufe der nächsten Wochen hierzu einen Vorstoss einreichen.

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:

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