Historisches Ja zum wirksamsten Mittel der Schuldenprävention: Basel-Stadt führt den Direktabzug ein!

Die Basler Stimmberechtigten haben den Gegenvorschlag zur SP-Initiative «Keine Steuerschulden dank Direktabzug» mit 53 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Das überparteiliche Ja-Komitee ist hocherfreut: Basel-Stadt führt als erster Kanton der Schweiz den Direktabzug der Steuern vom Lohn ein. Er übernimmt damit schweizweit eine Pionierrolle in der Schuldenprävention. 

Einfach, freiwillig, wirksam

Künftig können in Basel-Stadt die Steuern direkt vom Lohn abgezogen werden. Das Prinzip ist bekannt und bewährt. Und es bleibt freiwillig: Wer die Steuern lieber selbst überweist, kann sich unkompliziert abmelden. Der Handlungsbedarf ist gegeben: Steuerschulden sind die häufigste Schuldenart in der Schweiz. Wer die Steuern nicht laufend bezahlt, gerät bei einer unvorhergesehenen Ausgabe oder einer veränderten Lebenssituation rasch in die Verschuldung. Der Direktabzug entschärft diese Schuldenfalle, bevor sie zuschnappt – weniger Zahlungsrückstände, weniger Mahnungen und Betreibungen, weniger Stress im Alltag. Davon profitieren die Betroffenen ebenso wie der Kanton und die Wirtschaft: Den überschaubaren Umsetzungskosten von jährlich unter zwei Millionen Franken stehen deutlich höhere Einsparungen bei uneinbringlichen Steuerforderungen, administrativem Aufwand bei Betreibungen und den sozialen Folgekosten privater Verschuldung gegenüber.

Ein Erfolg des breiten Bündnisses 

Das heutige Ja ist der Erfolg eines breiten Bündnisses: Politiker:innen von SP, EVP, Mitte, Grünen und BastA! haben sich gemeinsam mit Fachleuten aus Schuldenberatung, Sozialarbeit, Wissenschaft und Wirtschaft für den Direktabzug engagiert. Das Resultat zeigt: Pragmatische Lösungen, die den Menschen das Leben konkret erleichtern, überzeugen über alle Partei- und Lagergrenzen hinweg. 

Für eine sorgfältige Umsetzung

Mit der schrittweisen Einführung zuerst durch den Kanton als Arbeitgeber ist eine geordnete Umsetzung sichergestellt. Unternehmen können danach auf erprobten Lohnprozessen aufbauen und werden vom Kanton für den Zusatzaufwand entschädigt. Das Ja-Komitee wird die Einführung aufmerksam begleiten und sich dafür einsetzen, dass der Direktabzug rasch und unkompliziert allen offensteht, die ihn nutzen möchten. 

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