Die SP Basel-Stadt verurteilt den Abbau von 500 Stellen bei Syngenta am Standort Basel. Der Konzern legt offen, dass es sich um eine Massnahme zur Gewinnmaximierung zulasten der Arbeitnehmenden im operativen Bereich handelt, also nicht um eine notwendige Vorkehrung. Die Berichte und Interviews in den Zeitungen von heute stellen die skrupellosen Seiten des Kapitalismus zur Schau.

Was für eine Perspektive für die anstehende Adventszeit: 500 Arbeitnehmende in Basel werden ihre Arbeitsstelle verlieren. Dass zwei Drittel der Arbeitsplätze ‚bloss’ verlagert werden, mindert die Situation für die Betroffenen wenig. „Die Mitarbeitenden können nicht wie Ware als Jongliermasse von A nach B verlagert werden. Das ist sowohl für Schweizerinnen und Schweizer als auch für Menschen mit anderem Pass eine Zumutung“ meint SP-Präsidentin Brigitte Hollinger.

Die Syngenta verspricht, „die Stellenreduktionen und –verlagerungen verantwortungsvoll umzusetzen“. Gleichzeitig vermutet Christoph Mäder (GL Syngenta) im Interview mit der bz, dass die Betroffenen wohl kaum eine Stelle an den anderen Standorten suchen. Michela Seggiani schlussfolgert: „Das zeigt doch, dass die Grossfirmen in dieser Hinsicht wenig glaubwürdig sind. Wir sind gespannt, wie die Syngenta nun konkret Verantwortung übernimmt.“

25. Nov 2014