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Medienkonferenz des JA-Komitees
Frauen sind in den baselstädtischen Aufsichtsgremien noch immer untervertreten. An der fehlenden Qualifikation liegt die Untervertretung jedoch nicht. Die Geschlechterquote reserviert für Männer und Frauen je 30% der Plätze in Verwaltungsräten von staatsnahen Betrieben. Die Kampagne „Geschlechterquote Ja“ ist politisch breit gestützt. Die kantonale Abstimmung findet am 9. Februar 2014 statt.

In der heutigen Medienorientierung haben sich Clivia Koch (Präsidentin Wirtschaftsfrauen Schweiz und Vorstandsmitglied Alliance f), Anita Fetz (Ständerätin Basel-Stadt) und Georgia Bross (Business and Professional Women Basel) für die Annahme der vom Grossen Rat beschlossenen Geschlechterquote ausgesprochen. C. Koch betont das Potenzial der gut ausgebildeten Frauen, welches ein effizientes Mittel gegen den Fachkräftemangel in der Schweiz ist. A. Fetz bezweifelt, dass aktuell ohne Quote die Besten in den Verwaltungsräten Einsitz haben. G. Bross verweist auf empirische Nachweise, dass Unternehmen mit Beteiligung von Frauen messbar bessere Ergebnisse erzielen. Laut allen Referentinnen reichen einzelne Frauen in den Firmen nicht, sondern es benötigt eine kritische Menge. Deshalb fordern sie jetzt die Geschlechterquote von 30% in den Verwaltungsräten der öffentlich-rechtlichen Institutionen.

Die Medienorientierung wurde durch Brigitte Hollinger eröffnet und moderiert. Tonja Zürcher (Mitglied BastA!) hat die Flyer- und Plakatkampagne „Geschlechterquote Ja“ vorgestellt. Über die Vorlage des Grossen Rats wird die baselstädtische Stimmbevölkerung am 9. Februar 2014 abstimmen.

14. Jan 2014