Beat Jans, Nationalrat und Vizepräsident der SP Schweiz, hat entschieden, seine Kandidatur für den Ständerat zurückzuziehen. Er will damit den Weg für eine weibliche Standesvertreterin aus Basel-Stadt frei machen. Die SP Basel-Stadt respektiert diesen Entscheid.

Persönliche Mitteilung von Beat Jans

«Seit der Bekanntgabe meines Interesses an einer Ständeratskandidatur vor einem Jahr hat die Frage der Frauenvertretung im Ständerat enorm an Bedeutung gewonnen. Inzwischen haben bis auf eine Frau alle bisherigen Ständerätinnen ihren Rücktritt erklärt. Im Ständerat droht eine dermassen starke Untervertretung der Frauen, dass ich beschlossen habe, meine Kandidatur zurückzuziehen. Dies, um der SP Basel-Stadt zu ermöglichen, ohne Wenn und Aber eine Frauenkandidatur vorzuschlagen.

Die SP stellt heute vier Ständerätinnen und damit mehr als alle anderen Parteien zusammen. Der Halbkanton Basel-Stadt schickt seit 15 Jahren eine Frau nach Bern. Die SP, die im Sommer das feministische Manifest verabschiedet hat, soll und wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass der Frauenanteil erhöht wird. Es wird aber höchste Zeit, dass die anderen Parteien auch ihren Beitrag leisten.

Ich freue mich darauf, mich mit vollem Einsatz als Nationalrat für ein gutes Abschneiden der SP bei den Wahlen im Herbst 2019 einzusetzen», teilt Beat Jans heute mit.

SP BS respektiert den Entscheid

Die SP Basel-Stadt respektiert den Entscheid von Nationalrat Beat Jans, nicht für den Ständerat zu kandidieren. Damit steht mit Regierungsrätin Eva Herzog eine profilierte und kompetente Frau als Kandidatin fest. Für die SP ist eine angemessene Vertretung von Frauen im Ständerat ein zentrales Anliegen. Die Partei ist erfreut darüber, dass sich Beat Jans erneut für eine Nationalratskandidatur zur Verfügung stellt. Mit ihm und den weiteren Kandidierenden werden die drei Sitze im linken Lager gehalten.

15. Jan 2019