Um den heutigen gesellschaftspolitischen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen neue Modelle der Kinderbetreuung angedacht und erprobt werden. Auf Primar- und Kindergartenstufe sollen bis zum Schuljahr 2025 Tagesschulangebote realisiert werden, um notwendige Erkenntnisse für eine Weiterentwicklung zu liefern.

Erleichterung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Für die Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren, brauchen wir dringend niederschwellige Lösungsansätze. Der Koordinationsaufwand, die eignen Kinder fremd betreuen zu lassen, ist mit dem modularen System sehr hoch. Zukunftsfähige Betreuungsangebote müssen der Vielfalt an Familienmodellen gerecht werden. Tagesschulen bringen den Erziehungsberechtigten Erleichterungen und können einen wichtigen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit im Bezug auf unbezahlte Betreuungsarbeit leisten. 

Ein Beitrag zur Chancengleichheit

Die Integration von Kindern aus bildungsfernen oder ausländischen Familien wird durch Tagesschulen stark gefördert. Um dem Anspruch an Bildungsgerechtigkeit näher zu kommen, ist mehr vonnöten als herkömmliche Betreuungsangebote. Die professionelle Qualität der Tagesschule ist ein Schritt zur Chancengleichheit auch ausserhalb des Schulzimmers. 

Stabilität für die Kinder

Eine Stärke der Tagesschulen im Vergleich zu einzeln buchbaren Tagesstrukturen ist die Kontinuität, die damit für die Kinder geschaffen wird. Ganztägige Betreuung sorgt für Verlässlichkeit und schafft klare Bezugspersonen. Anstatt von einem Programm ins nächste übergeben zu werden, sind die Kinder in einen sinnvoll ganzheitlich geplanten Tagesablauf einbezogen. Damit reicht die Tagesschule über das Betreuungsangebot der bestehenden Strukturen hinaus, die in erster Linie den Eltern die Möglichkeit geben, einer Arbeit nachzugehen. 

21. Nov 2018