Kulturschaffende sind stark von der aktuellen Situation betroffen. Sie sind deswegen auf unkomplizierte temporäre Unterstützung angewiesen. Auf eine Interpellation der SP hat nun das Präsidialdepartement reagiert und möchte mit einem “Basler Modell” reagieren. Die Haltung des Bundes zu den unbürokratischen Massnahmen kann die SP Basel-Stadt nicht nachvollziehen.

Die aktuellen Regeln des Bundes verunmöglichen kulturelle Veranstaltungen und Aktionen grösstenteils. Damit sind in den vergangenen Monaten viele Kulturschaffende in finanzielle und existenzielle Nöte geraten. Der Kanton Zürich hat Mitte Januar 2021 darauf reagiert und gewährt Kulturschaffenden ein Ersatzeinkommen von 3'840 Franken. In der letzten Grossratssitzung hat Grossrätin Sasha Mazzotti mit einer Interpellation beim Regierungsrat erfragt, ob das Modell auch für Basel-Stadt zu übernehmen sei.

Die SP Basel-Stadt ist sehr erfreut, dass der neue Regierungspräsident in dieser Situation schon nach nur einer Woche im Amt reagiert und Kulturschaffenden in Basel-Stadt ein Taggeld von 98 Franken zusichert. «Ich bin erleichtert», zeigt sich Mazzotti zufrieden. «Auch wenn wohl viele Kulturschaffende weiterhin jeden Rappen umdrehen müssen, sichert die Regierung damit viele Existenzen in unserem Kanton. Dass ein Freibetrag von 1'250 Franken pro unterhaltspflichtigem Kind im Monat gewährt wird, finde ich gerecht und ein wichtiger Punkt im “Basler Modell.”»

Der Bund hat angekündigt, die unbürokratische Existenzsicherung von Kulturschaffenden nicht zu akzeptieren. Dafür hat die SP Basel-Stadt kein Verständnis. «Kultur ist nicht nur Unterhaltung. Sie bietet vor allen Dingen die Möglichkeit der Vertiefung, Auseinandersetzung und Verarbeitung gesellschaftlicher Theme», sagt Fraktionspräsident Thomas Gander. «Die Haltung des Bundes zeugt von wenig Respekt gegenüber der wichtigen Arbeit von Kulturschaffenden in unserem Land.»

10. Feb 2021