Die SP-Fraktion ist besorgt über die sozial- und gesundheitspolitischen Auswirkungen der Corona-Pandemie, welche die individuelle Ungleichheit sowohl sozioökonomisch wie auch psychosozial verstärken. Die SP-Fraktion fordert weitere abfedernde Massnahmen.

Wie eine Studie von Sotomo im Auftrag der SRG zeigt, ist das Verhältnis zwischen Ausgabenkürzung und Einkommensverlust aufgrund der Corona-Krise innerhalb der Erwerbsbevölkerung sehr unterschiedlich. Es zeigt sich klar, dass Geringverdienende und Menschen mit atypischen und unregelmässigen Einkommen überproportional stark von Einkommensrückgängen betroffen sind. 

Eine BASS-Studie im Auftrag vom BAG zeigt ebenfalls, dass die Corona-Pandemie unterschiedliche Auswirkungen auf die Bevölkerung hat – dies aus gesundheitlicher Perspektive. Sie gibt erste Hinweise darauf, dass Personengruppen mit Vorbelastungen (psychische Vorbelastungen, sozioökonomisch schwächere Personen oder Menschen mit Migrationshintergrund) stärker von den psychosozialen Auswirkungen betroffen sind. 

Die SP-Fraktion hat für die Abfederung der negativen sozial- und gesundheitspolitischen Auswirkungen zwei Vorstösse eingereicht, welche einerseits den Regierungsrat um eine Auflistung der bereits ergriffenen Massnahmen bittet, wie auch den Regierungsrat auffordert weitere konkrete Massnahmen zu ergreifen. Die vollständigen Interpellationen finden Sie im Anhang.

07. Dez 2020