Viele Menschen möchten ihre Steuern zuverlässig zahlen – doch im Alltag gehen Fristen schnell unter. Mit dem Direktabzug beseitigen wir im Kanton Basel-Stadt eine Schuldenfalle, die besonders oft zuschnappt. Ein einfacher, freiwilliger und wirksamer Weg zu mehr finanzieller Sicherheit. 

Der Direktabzug der Steuern vom Lohn ist eine praktische Ergänzung – so wie bereits heute die Sozialversicherungs- oder Pensionskassenbeiträge direkt abgezogen werden. Das Prinzip ist bekannt, bewährt und einfach. 

Der Direktabzug ist freiwillig. Es ist ein Angebot, das du nutzen kannst oder auch nicht. Wer seine Steuern lieber selbst überweist, kann sich unkompliziert abmelden. 

Der Direktabzug erleichtert das Bezahlen der Steuern enorm. Deswegen werden ihn viele Menschen nutzen. Die Folge: weniger Zahlungsrückstände bei der Steuerrechnung, weniger Mahnungen, weniger Stress im Alltag. 

Am Ende geht es um mehr finanzielle Sicherheit – ohne Bürokratie, Zwang und komplizierte Regeln. Der Direktabzug ist eine praktische Hilfe, die den Alltag leichter macht und verhindert, dass Menschen unnötig in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Davon profitieren auch der Staat und die Wirtschaft. 

Ein breit abgestütztes Anliegen

Erstunterzeichnende Komiteemitglieder:

Anita Fetz, alt Ständerätin, SP
Annemarie Pfeifer, alt Gemeinderätin Riehen, EVP
Alexandra Dill, Gastro-Unternehmerin, SP
Beat Rudin, ehem. Datenschutzbeauftragter, Mitte
Jeannette Messerli, Gastronomin
Bruno Lötscher-Steiger, Grossrat & ehem. Zivilgerichtspräsident, Mitte
Cécile Grieder, Gastronomin & Szenenbildnerin
Nicole Wagner, Ehemalige Amtsleiterin der Sozialhilfe Basel-Stadt
Carlo Knöpfel, Ökonom, Dozent an der Hochschule für Soziale Arbeit der FHNW, parteilos
Gabi Mächler, selbständige Beraterin, SP
Felix Hafner, Prof. em. Dr. iur.
Rudolf Rechsteiner, alt Nationalrat, SP
Jérôme Thiriet, Unternehmer & Grossrat, Grüne
Julia Baumgartner, Grossrätin und Präsidentin SP BS
Lucas Gerig, Bürgerrat der Stadt Basel
Georg Mattmüller, Geschäftsführung Behindertenforum Basel-Stadt
Michel Wälte, Geschäftsleiter Familien-, Paar- und Erziehungsberatung, parteilos
Michael Bangert, Prof. Dr.theol., parteilos
Oliver Bolliger, Grossrat, Präsident BastA!
Benedikt Mattmüller, Präsident Sektion EVP Basel
Leonhard Burckhardt, Prof. Dr. phil., SP 
Sarah Wyss, Nationalrätin, SP 
Sibel Arslan, Nationalrätin, Grüne 
Thomas Baumgartner, Gesamtleiter Heilsarmee Wohnen und Begleiten Basel, parteilos

 

Weitere Komiteemitglieder:

Alexandra Adler, Kulturtätige; Nicole Amacher, Co-Geschäftsleiterin Surprise, Grossrätin; Severin Baerlocher, Arzt; Yves Bachofner, Mitglied der Fachkommission Sozialpolitik; Suzanne Batschelet, ehem. Präsidentin Louise Aubry-Kappeler-Stiftung; Nicolas Baudet, Landschaftsarchitekt; Mirjam Baumann, Sozialarbeiterin; Salome Bessenich, Grossrätin SP; Roland Bitterli, Betriebsinhaber Bitterli Mechanik; Till Bohny, Wirtschaftsprüfer; Jessica Brandenburger, Grossrätin SP; Daniel Bürgin, Gesundheitsjurist; Leon Bürgin, Co-Präsident JUSO BS; Cristian Cardoso, Verantwortlicher Prävention und Öffentlichkeit, Plusminus Budget- und Schuldenberatung; Fabio Casertano, dipl. Pflegefachmann HF; Michael Claussen, Budgetberater; Tim Cuénod, Grossrat SP; Andy Courvoisier, Stadtentwickler; Emélie Dunn, Vorstand GRÜNE BS; Krrish Dyarakoti, Schüler; Nicolas Eichenberger, Veranstaltungstechniker; Thomas Fastermann, Vizepräsident SP BS, Online-Kommunikation Schweiz. Gewerkschaftsbund; Irène Fischer-Burri, ehemalige Gemeinderätin Riehen; René Frei, Pens. Sozialarbeiter; Joris Fricker, Einwohnerrat Riehen, SP; Thomas Gander, Geschäftsführer; Fina Girard, Grossrätin GRÜNE; Daniel Gmür, Grossrat SP; Nicola Goepfert, Fraktionspräsident BastA!; Edibe Gölgeli, Grossrätin SP; Katharina Good, Sozialpädagogin und Präsidentin QV SP Basel-West; Nick Graf, Sozialarbeiter; Anna Grüninger, Politologin; Judith Grüninger, pensionierte Juristin; Jürg Gschwend, Stellenleitung Plusminus, Budget- und Schuldenberatung, Basel; Barbara Heer, Vizepräsidentin SP BS, Grossrätin; Chaim Howald, Geschäftsführer, Verwaltungsrat eines KMU; Martin Imoberdorf, Sozialarbeiter; Mahir Kabakci, Grossrat SP; Soshya Kaufmann Crain, Erziehungsrätin; Christine Keller, Grossrätin SP; Claudia Kittler, Psychiaterin; Maurice Koller, Musikstudent; Martin Leschhorn Strebel, Gemeinderat Riehen; Martin Lüchinger, ehem. Grossrat; Ismail Mahmoud, Sozialarbeiter, Grossrat SP; Dardan Maksuti, Steuerberater / Kassier SP BS; Lisa Mathys, Grossrätin SP; Christoph Mattes, Dozent FHNW Hochschule für Soziale Arbeit; Mirjam Meissburger, Sozialarbeiterin MA; Claudio Miozzari, Grossrat SP; Melanie Nussbaumer, Grossrätin SP, Geschäftsleiterin IG Wohnen; Billy Ostertag, freiwillig mitarbeitend bei Plusminus; Francesco Pellerino, Sozialarbeiter; Jean-Luc Perret, Umweltgeowissenschaftler, Grossrat; Mitja Roos, Mitglied Kerngruppe SP queer Basel-Stadt; Nino Russano, Bürgergemeinderat; Maria Ioana Schäfer, Grossrätin SP; Yves Schlachter, Gastronom; Otto Schmid, Bürgerrat; Barbara Schnyder, Sozialarbeiterin FH, Supervisorin und Coach bso; Sabine Schüpbach Blunier, Lehrperson für Allgemeinbildung; Bruno Schwer Röthlisberger, Sozialarbeiter; Martina Saner, Geschäftsführerin; Michela Seggiani, Grossrätin SP Basel-Stadt; Bret Simner, Schulkommission: Gymnasium Münsterplatz; Domenico Sposato, Geschäftsführer einer NPO; Peter Streb, FMH Psychiatrie & Psychotherapie; Elisa Streuli, Dozentin & Beraterin ZHAW; Wolf Südbeck-Baur, Journalist/Redaktor & Theologe; Oliver Thommen, Grossrat & Geschäftsführer GRÜNE BS, Amina Trevisan, Soziologin & Grossrätin SP; Jo Vergeat, Fraktionspräsidentin GRÜNE; Etiennette Verrey, Rentnerin; Jörg Vitelli, alt Grossrat SP; Frank Vonmoos, Augenarzt; Christoph Walter, Stellenleitung, Jugendberatung JuAr Basel; Fleur Weibel, Grossrätin & Co-Präsidentin GRÜNE; Agnes Würsch, Präventionsfachfrau Schulden

Im Überblick: Fragen & Antworten

Der Gegenvorschlag zur Initiative «Keine Steuerschulden dank Direktabzug». 

Ein Teil des Bruttolohnes wird direkt abgezogen und an die Steuerverwaltung überwiesen. Bei Arbeitnehmenden mit Wohnsitz in Basel-Stadt sind standardmässig 10 % vorgesehen. Bei Arbeitnehmenden mit Wohnsitz in Riehen oder Bettingen sind es 5 %. Arbeitnehmende können diesen Prozentwert anpassen.

Unternehmen im Kanton Basel-Stadt mit 50 und mehr Mitarbeitenden müssen den Direktabzug bei Mitarbeitenden mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt vornehmen, sofern sich diese nicht dagegen entscheiden. Für Unternehmen mit weniger als 50 Arbeitnehmenden ist der Direktabzug freiwillig.

Unternehmen überweisen bereits heute AHV- und Pensionskassenbeiträge. Der Direktabzug knüpft deshalb an bewährte Abläufe an – pragmatisch und effizient. Dank der schrittweisen Einführung – in den ersten beiden Jahren beschränkt sich der Direktabzug auf den Kanton und staatsnahe Betriebe – können private Unternehmen die Umsetzung geordnet angehen und auf erprobten Prozessen aufbauen.  Zudem entschädigt der Kanton die Unternehmen für den mit dem Direktabzug verbundenen Zusatzaufwand.

Die Kosten für den Kanton zur Entschädigung der Unternehmen und für die Umsetzung des Direktabzugs sind überschaubar – Schätzungen gehen von unter zwei Millionen Franken jährlich aus. Dem stehen deutlich höhere Kosten durch uneinbringliche Steuerschulden, administrativen Zusatzaufwand (Mahnungen und Betreibungen) der Steuerverwaltung und die Folgen privater Verschuldung gegenüber. Auch wenn sich diese nicht vollständig in Franken ausdrücken lassen, ist ihre finanzielle Tragweite erheblich grösser. Zudem ist davon auszugehen, dass der administrative Aufwand und die Kosten dank fortschreitender Digitalisierung weiter sinken werden.

Die Gegner:innen sagen: „Wer den Lohnabzug nicht will, oder ihn sich schlicht nicht leisten kann, meldet sich ab. Damit wird das Ganze zur Farce.“

Aber: Gerade weil der Direktabzug freiwillig ist, eignet er sich als alltagstaugliche Option. Er ist für Personen gedacht, die ihre Steuern lieber laufend begleichen möchten. Dass nicht alle dieselbe Zahlungsform wählen, macht das Instrument nicht weniger sinnvoll, sondern trägt unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung.

Wer Steuern nicht laufend bezahlt, kann sich bei einer finanziellen Veränderung und unvorhergesehen Ausgaben rasch verschulden.  Der Kreis der Personen, die von einem Direktabzug profitieren können, ist deshalb gross.

Beitritt ins überparteiliche Komitee

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