Gemäss Medienberichten baut Novartis im Rahmen „seiner globalen Transformation auf ein integriertes Betriebsmodell" per Saldo 150 Stellen in der Schweiz ab. Besonders betroffen sei die traditionelle Produktion. Die SP Basel-Stadt verlangt von Novartis seriöse sozialpartnerschaftliche Verhandlungen und von der ganzen Wirtschaft den Ausbau der Weiterbildungsmassnahmen, von denen auch Produktionsarbeiter*innen profitieren können.

Echte Sozialpartnerschaftliche Verhandlungen

Mit der Schaffung von 350 neuen Stellen bekennt sich Novartis zum Standort Basel. Dies wertet die SP Basel-Stadt als positive Nachricht. Gleichzeitig werden aber in einem anderen Segment 500 Stellen abgebaut. Die SP Basel-Stadt erwartet, dass dabei Entlassungen wenn immer möglich verhindert werden. Ausserdem soll das Unternehmen alternative Vorschläge von Mitarbeitenden und den Sozialpartnern ernsthaft prüfen und mindestens den bisherigen Sozialplan zur Anwendung bringen.

Strukturwandel gestalten

Auffällig ist, dass der Stellenabbau schon wieder die Mitarbeitenden in der Produktion trifft. Die neuen Stellen werden dagegen im High-Tech-Bereich geschaffen. Durch den Strukturwandel steigt die Gefahr für bestimmte Gruppen, in die Sozialhilfe abzugleiten. Die SP Basel-Stadt sieht die Wirtschaft aber auch die öffentliche Hand in der Pflicht, besonders gefährdeten Gruppen Weiterbildungs- und Umschulungsmassnahmen zu ermöglichen. Mit einer langfristigen Planung der Mitarbeitendenentwicklung könnten bei Umstrukturierungen von Firmen Entlassungen besser vorgebeugt und die Arbeitsmarktchancen der Betroffenen erhöht werden. Ein solches Verhalten würde einem Grosskonzern wie Novartis gut anstehen.

19. Mai 2017